Arbeiter verlassen die Fabrik

Die Arbeiter verlassen die Fabrik. Arbeiter verlassen die Lumière-Werke (Originaltitel: La Sortie de l’Usine Lumière à Lyon, auch bekannt als: La Sortie des usines Lumière) aus dem Jahr 1895 gilt als der älteste Film der Brüder Lumière.

Das Verlassen der Fabrik. Die Übergangsphase, die Transformition von einem Berufskörper in ein irgendwie geartetes Anderes. Eine Schnittstelle.

Der Filmemacher Harun Farocki (1944-2014) hat sich vor allem aus filmtheoretischer und -ästhetischer Sicht mit dem Phänomen beschäftigt und diesen wunderbaren Film gemacht. Eine Sammlung und Recherche über Zwischenräume, Transformationen und Bewegungen:

„Die erste Kamera in der Geschichte des Films war auf eine Fabrik gerichtet, aber nach hundert Jahren läßt sich sagen, daß die Fabrik den Film kaum angezogen, eher abgestoßen hat. Der Arbeits- oder Arbeiterfilm ist kein Hauptgenre geworden, der Platz vor der Fabrik ist ein Nebenschauplatz geblieben. Das Werkstor formiert die von der Arbeitsordnung vergleichzeitigten Arbeiterinnen und Arbeiter, die Kompression erzeugt das Bild einer Arbeiterschaft.

 

Harun Farocki

 

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